Exchange Online (EHS): Was mich begeistert
22.03.2010E-Mail hat sich für mich inzwischen zum Commodity-Feature entwickelt. Als Commodity-Feature bezeichnet man im Marketing ein Zustand oder eine Erwartungshaltung für einen Gegenstand oder eine Dienstleistung, die in der Wahrnehmung als Standard gewertet wird.
Bis vor wenigen Jahren galt es noch als etwas besonderes, eine E-Mail-Adresse zu besitzen. Heute werten wir eine E-Mail-Adresse genau wie einen Telefonanschluss: es macht tuuuut, wenn man abhebt. Und zwar immer…
Eine umfangreiche Lösung aus E-Mail, Kalender, Spam-, Virenschutz sowie Backup und Archivierung ist relativ aufwändig zu administrieren und bindet Kapazitäten. Es ist sehr wohl geschäftskritisch, wenn E-Mail und Kalender nicht funktionieren: der der administrative Zeitaufwand bedeutet zunächst einmal Personalkosten bzw. Fremdkosten für Dienstleister.
Nicht zu vergessen: der Zugriff von Mobilgeräten, wie z. B. dem iPhone oder Windows Phone erhöht die Komplexität weiter: jetzt müssen Firewall-Regeln definiert und Leistungskapaziäten (reicht ein SDSL-Anschluss noch?) geprüft werden.
Wir hatten bei uns bis Ende letzten Jahres einen Exchange 2003-Server im Einsatz, der gute Dienste verrichtet hat. Die Aufwandsschätzung für ein Upgrade auf Exchange 2007 (vorausgesetzt für ein reibungsloses Zusammenspiel mit dem iPhone bzw. Snow Leopard) hat mich erst einmal umgehauen.
Bei meiner Recherche bin ich auf die Exchange Online Services (EHS) gestoßen. Diese basiert auf Microsoft Exchange Server. Die für mich wichtigen Rahmenbedingungen zur Komplettlösung aus E-Mail und Kalenderfunktionen:
- Postfachgröße 5 GB, flexibel erweiterbar auf bis zu 25 GB (!)
- Standard-Footer gemäß gesetzlicher Vorgaben mit GmbH-Informationen kann automatisch an alle E-Mails angehängt werden (Über Ticket in der Admin-Konsole)
- Zugriff über Outlook 2007, Entourage, Apple Mail, iCal, Adressbuch (Mac OS X 10.6 – Snow Leopard)
Exchange Online (EHS): Spam- und Virenschutz
Mit unserer eigenen Anti-Spam-Lösung, einer Komination aus White-Listing und Watchguard Firebox Spamblocker, haben wir es geschafft, einen Großteil der 60.000 (!!!) Spams, die bei uns täglich ankommen, zu filtern. Trotzdem sind zwischen 30 und 50 Spams durch den Filter gekommen. Es war ein ewiger Kampf!
Erfahrungen nach 3 Monaten mit Exchange Online (EHS): pro Tag schaffen es zwischen 0 und 3 Spams in meinen Ordner. Da man manuell eine Blacklist führen kann, schaffen wir es bestimmt irgendwann auf 0 .
Erfahrungen mit dem iPhone
Es funktioniert einfach. Push bei E-Mail und Termin-Einladungen, Termine planen und Einladungen verschicken. Ein Traum. Und das ganze hochverfügbar im Web.
Weitere Infos zu Exchange Online gibt es hier:
Exchange Online / Exchange Hosted Services (EHS)
